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Neue VDI-Richtlinien zur Standsicherheit und Technik in Baudenkmälern

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(25.1.2010) Bestandsumbau, Standsicherheit, Haustechnik, VDI 6200, VDI 3817, Gebäudetechnik, denkmalwerte Gebäude, Schadensfolgeklasse, Robustheitsklasse, originalgetreue Erhaltung, Sanitärtechnik, Medienversorgung, Heizung, RaumlufttechnikZwei neue VDI-Richtlinien befassen sich mit der Prüfung und Aufwertung älterer Gebäude: Die Richtlinie VDI 6200 beschreibt, wie die Standsicherheit von Immobilien strukturiert und wirtschaftlich zu überprüfen ist, um Bauschäden zu verhindern. Die Richtlinie VDI 3817 zeigt wiederum auf, wie moderne Gebäudetechnik in denkmalwerten Gebäuden zweckmäßig realisiert werden kann.

VDI 6200: Standsicherheit von Bauwerken

Die VDI 6200 nennt Beurteilungs- und Bewertungskriterien, bietet Checklisten und gibt Handlungsanleitungen sowie Empfehlungen zur Beurteilung der Standsicherheit baulicher Anlagen. Für Bestands- und auch Neubauten umfasst sie ebenfalls Kriterien zur Instandhaltung. (Bild rechts aus dem Beitrag "Titanium rettet Wahrzeichen Venedigs vor dem Verfall" vom 28.12.2008.)

Die Richtlinie stuft die Bauwerke in eine Schadensfolgeklasse und in eine Robustheitsklasse ein. Sie formuliert Vorgaben für die Bestandsdokumentation und definiert Anforderungen an die Überprüfenden. Abhängig von Schadensfolgeklasse, statisch-konstruktiven Merkmalen, Baustoffeigenschaften und Einwirkungen gibt sie Überprüfungsmethoden und -verfahren an und empfiehlt Überprüfungsintervalle. Der Anwendungsbereich der Richtlinie umfasst bauliche Anlagen aller Art mit Ausnahme von Brücken und Tunneln. Die Richtlinie VDI 6200 richtet sich an Gebäudeeigentümer, Verfügungsberechtigte und beteiligte Fachleute, wie planende und beratende Ingenieure, Architekten, Prüfingenieure für Baustatik, Facility-Manager, Verwalter von Immobilien, Bauabteilungen von Industrie- und Privatunternehmen, sowie die öffentliche Hand.

VDI 3817: Neue Technik in Baudenkmälern

Die Richtlinie VDI 3817 zeigt auf, wie ein Interessensausgleich zwischen originalgetreuer Erhaltung denkmalwerter Gebäude einerseits und dem Interesse des Eigentümers an einem gebrauchsfähigen und voll nutzbaren Gebäude mit moderner Gebäudetechnik andererseits zweckmäßig realisiert werden kann. Es geht darum, modernste Techniken in denkmalwerte Gebäude zu installieren und sie zu betreiben bei gleichzeitiger Wahrung der historischen Bausubstanz und der kulturellen Bedeutung des Bauwerks. Dieses Problem stellt sich insbesondere bei Umnutzung von Baudenkmalen und Komfortverbesserung in historischen Gebäuden durch technische Maßnahmen in den Gewerken wie etwa der ...

Sanitärtechnik,
Medienversorgung,
Heizungs- und
Raumlufttechnik.

Die Richtlinie bietet dafür Handlungsanleitungen, Empfehlungen, Hinweise, Checklisten und Bewertungskriterien. Sie wendet sich an die Planer und Ausführenden derartiger Bau- oder Umbaumaßnahmen, an Eigentümer, Nutzer und Betreiber denkmalwerter Gebäude und an die beteiligten Fachleute in Denkmalbehörden.

Herausgeber der Richtlinien ist die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik. Ab dem 1.2.2010 sind die Richtlinien in deutsch/englischer Fassung beim Beuth erhältlich. Onlinebestellungen sind möglich:

VDI 6200: Standsicherheit von Bauwerken - Regelmäßige Überprüfung
VDI 3817: Technische Gebäudeausrüstung in Baudenkmalen und denkmalwerten Gebäuden

siehe auch für zusätzliche Informationen:Bestandsumbau, Standsicherheit, Haustechnik, VDI 6200, VDI 3817, Gebäudetechnik, denkmalwerte Gebäude, Schadensfolgeklasse, Robustheitsklasse, originalgetreue Erhaltung, Sanitärtechnik, Medienversorgung, Heizung, Raumlufttechnik

VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V.

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siehe zudem:

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