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(6.1.2010)
Die
Einsatzmöglichkeiten für Fotobeton sind nahezu unbegrenzt: als extravagante
Fassade, helfender Wegweiser, Kunst am Bau oder im Rahmen eines Firmen-CIs.
Obwohl diese Art der Gestaltung keine Neuentwicklung ist, schreckten viele
potenzielle Anwender bisher davor zurück: Kein gleichmäßiges Auswaschbild,
unterschiedliche Farbgebungen und Fleckenbildungen waren weit verbreitete
Probleme und führten nicht selten zu Regressforderungen. Einem Unternehmen aus
dem Allgäu soll in Sachen Fotobeton nun der Durchbruch gelungen sein:
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Die Fabrino Produktionsgesellschaft mit Sitz in Aitrach hat laut eigenen Angaben ein unkompliziertes und bisher fehlerfreies Verfahren entwickelt, um Bilder auf Beton zu bringen. Zum Einsatz kommt ein so genannter Waschbetonaktiverer - in Fachkreisen auch Oberflächenverzögerer genannt. Fabrino-Geschäftsführer Dr. Klaus Hörmann erklärt das Verfahren: "Der von uns entwickelte Waschbetonentaktiverer wird mit einem speziellen Druckverfahren auf eine Kunststofffolie aufgedruckt." Diese Folie wird anschließend in die saubere Betonschalung gegeben und verklebt. Dann wird der Vorsatzbeton eingefüllt, nach etwa einem Tag aus der Schalung entnommen und mit einem Wasserstrahl abgewaschen. Dadurch wird die durch den Kontaktverzögerer zerstörte Zementmatrix abgespült und das Bild wird durch unterschiedlich tiefe Auswaschungen auf der Betonoberfläche sichtbar. Laut Mitentwickler Bernd Reisacher sei das Verfahren so weit optimiert, dass nicht nur Schwarz-Weiß-Bilder abgebildet werden könnten, sondern auch Halbtonbilder.
Die Idee für Fotobeton stammt ursprünglich aus Frankreich. Erste Betonbilder waren dort bereits Anfang der 90er Jahre zu sehen. Das nun von Fabrino entwickelte Verfahren wird als sehr komplex beschrieben, deshalb liefert das Unternehmen das Produkt nur nach einer Beratung und Anwendungsschulung aus. Denn um einen optimalen Erfolg zu erzielen, müssen sämtliche Parameter stimmen. "Durch falsche Anwendung können zum Beispiel unregelmäßige Auswaschungen erzielt werden oder die Kantenbildung ist ungenau", beschreibt Mitentwickler Dr. Martin Rockermaier zwei mögliche Fehler. Die Fehlerquellen seien sehr vielfältig; so könne etwa eine falsche Betonmischung die Ursache sein.
Ein großes Bild aus vielen Teilbildern
Der Bildgröße sind außer durch die Druckanlage für die Folie keine Grenzen gesetzt, allerdings: "Die Fotos sollten nach unserer Erfahrung nicht größer als 1 mal 2 Meter sein", so Reisacher. So hätten sich bisher die besten Ergebnisse erzielen lassen. Die Beschränkung wird mit Teilbildern umgangen, die aneinander gekachelt werden. Das heißt, ein großes Bild wird einfach aus vielen kleinen Teilen zusammengesetzt.
Als Zielgruppe für Imago, wie die Fotobetonfolie bei Fabrino heißt, hat das Unternehmen Betonfertigeilwerke, Betonwerksteinhersteller sowie Architekten im Visier. Die Kosten sind geringer als allgemein angenommen und der Preis pro Bild sinkt deutlich, wenn der Kunde mehrmals das gleiche Motiv in Auftrag gibt.
Auch Regierungschefs und Filmstars mit dem Wunsch nach einem außergewöhnlichen Abbild können potenzielle Kunden für Fotobeton sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Fotobeton die abgebildeten Personen überlebt, ist sehr hoch. "Wenn die Betonoberfläche imprägniert wird, ist das Foto auch noch in 100 Jahren zu sehen", sagt Reisacher. Die Haltbarkeit hängt aber von vielen Faktoren ab, unter anderem vom verwendeten Beton und den Umwelteinflüssen. A propos Umwelt: Der Waschbetonentaktiverer ist Firmenangaben zufolge für die Umwelt unbedenklich. Selbst die Folien sind nach dem Reinigen wieder für einen Druck verwendbar.
Weitere
Informationen zu Fotobeton bzw. zur Fotobetonfolie Imago können per
E-Mail an Fabrino angefordert werden.
siehe auch für zusätzliche Informationen:![]()
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| Fabrino Produktionsgesellschaft mbH |
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