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(27.10.2009)
"Die
Rohstoffpotenziale beim heimischen Holz sind auch bei einem deutlichen Ausbau
von Pelletheizungen in Deutschland ausreichend." Hierauf wies der
Geschäftsführer des Deutschen Pelletinstituts (DEPI), Martin Bentele, im Rahmen
einer Pressefahrt in Ettenheim (Baden-Württemberg) hin. Das DEPI geht bei der
Prognose zur Entwicklung des Wärmemarktes in Deutschland zusammen mit dem
Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) von einer stärkeren Zunahme erneuerbarer
Wärmequellen aus als von der Bundesregierung angenommen. "Bei verbesserten
Rahmenbedingungen kann sich der Anteil erneuerbarer Energie am Wärmemarkt bis
zum Jahr 2020 auf 25 Prozent erhöhen", betonte Bentele. Die Bundesregierung
prognostiziert eine geringere Zunahme von rund sieben Prozent (2008) auf 14
Prozent im Jahr 2020.
Bis zum Jahr 2020 rechnen DEPI und BEE mit einem Anstieg auf eine Million Pelletheizungen. Das entspräche einem achtmal höheren Pelletbedarf von acht Millionen Tonnen jährlich. Mit 37,6 Terrawattstunden (TWh) läge der Beitrag der Pellets zur erneuerbaren Wärmeproduktion dann bei etwa 13 Prozent. Die Pelletbranche trägt dadurch einen wichtigen Teil zum Klimaschutz bei. Insgesamt soll die Holzenergie mit rund 120 TWh im Jahr 2020 circa 80 Prozent der Bioenergie im Wärmemarkt abdecken. Mit circa 75 TWh erbringt Scheitholz in der BEE-Prognose den größten Anteil der gesamten erneuerbaren Bioenergie (150 TWh).
Ein Blick auf die Entwicklung des Holzvorrats in den deutschen Wäldern zeigt, dass die Potenziale zur Erhöhung des energetischen Einsatzes gegeben sind. Eine aktuelle Inventurstudie des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, Braunschweig) sieht die deutschen Wälder europaweit auch künftig auf dem Spitzenplatz. Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) erläutert hierzu, dass trotz der nachfragebedingt deutlich gestiegenen Nutzungsmengen und trotz Orkanschäden durch "Kyrill" (2007) und "Emma" (2008) rund zehn Prozent mehr Holz zugewachsen seien als eingeschlagen wurden. Der Holzvorrat stieg demnach von rund 3,4 Milliarden Kubikmeter im Jahr 2004 auf mehr als 3,6 Milliarden Kubikmeter (2008) an.
Der DEPI-Geschäftsführer fordert nun von der Politik, durch entsprechende Vorgaben dafür Sorge zu tragen, dass es nicht zu einer Verschwendung des heimischen Holzes zur reinen Verstromung oder für die Kraftstofferzeugung komme. Demgegenüber stellten Pelletheizungen mit einem Wirkungsgrad von über 90 Prozent besonders effiziente Wärmequellen dar.
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