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| Moderne Holzfeuerungsanlagen, strengere Auflagen und mehr Aufklärung helfen gegen den gesundheitsschädlichen Feinstaub |
(11.3.2006)
Immer
mehr private Haushalte und kleine Gewerbebetriebe heizen mit Holz oder holen mit
Kamin bzw. Kaminofen Behaglichkeit ins Wohnzimmer. Das ist zwar gut fürs
Weltklima, denn Holz setzt bei seiner Verbrennung nur soviel klimaschädliches
Kohlendioxid frei, wie vorher beim Pflanzenwachstum im Holz gebunden wurde.
Aber: Die mehreren Millionen kleinen Holzfeuerungsanlagen stoßen in Deutschland
insgesamt etwa soviel gesundheitsschädlichen Feinstaub aus, wie die Motoren von
Pkw, Lkw und Motorrädern. Das Umweltbundesamt (UBA) meint daher: Kleine
Holzfeuerungsanlagen müssen sauberer werden. Der Ausstoß des Feinstaubes muss
drastisch abnehmen. Moderne Öfen, strengere Auflagen für den Betrieb kleiner
Holzfeuerungen und eine bessere Aufklärung helfen dabei.
Ein wichtiger Ansatzpunkt ist die von der Bundesregierung geplante Novellierung der gesetzlichen Regelungen für kleine Holzfeuerungsanlagen. Denn dort gibt es einige Möglichkeiten: Feuerungsanlagen in privaten Haushalten, Handwerks- und Gewerbebetrieben müssen zwar nicht genehmigt werden. Gleichwohl gibt es Anforderungen an deren Betrieb - geregelt in der 1. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (1. BImSchV - Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen). Die Bundesregierung plant eine Novellierung dieser Verordnung. Nach Auffassung des UBA sind dabei zum Beispiel Emissionsgrenzwerte und Mindestwirkungsgrade für alle Einzelraumfeuerstätten bei der Typprüfung festzulegen. Diese erfolgt, ehe die Geräte für den Markt zugelassen werden. Das soll garantieren, dass saubere Anlagen auf den Markt kommen. Auch die Grenzwerte für den Ausstoß von Staub sollten verschärft werden. Feinstaub kann die menschliche Gesundheit erheblich beeinträchtigen. Er wirkt negativ auf die Atemwege - Husten und die Zunahme asthmatischer Anfälle sind die Folge - sowie auf das Herz-Kreislauf-System. Dies kann die Lebenserwartung vermindern.
Es gibt auf dem Markt bereits moderne Holzfeuerungsanlagen, die
relativ geringe Feinstaubemissionen verursachen. Dazu zählen in erster Linie mit
Holzpellets betriebene Feuerungen. Besonders emissionsarme Pelletöfen und
Wie viel Feinstaub tatsächlich ausgestoßen wird, hängt nicht nur von Art und Alter der Anlage ab. Auch die Art der Befeuerung, der Wartungszustand der Anlagen und die Auswahl sowie die Qualität des genutzten Holzes sind zu beachten. Daher sollten Betreiber auch besser als bisher informiert und ihre Anlagen überprüft werden. Dies könnten die Schornsteinfeger bei ihren ohnehin stattfindenden Routineprüfungen übernehmen.
Ausführlichere Informationen zum Thema hat das Umweltbundesamt in dem achtseitigen Hintergrundpapier "Die Nebenwirkungen der Behaglichkeit: Feinstaub aus Kamin und Holzofen" zusammengefasst. Es kann im Internet unter www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/hintergrund/holzfeuerung.pdf herunter geladen werden.
siehe auch:![]()
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| Blauer Engel |
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| Umweltbundesamt (UBA) |
ausgewählte weitere Meldungen:
siehe zudem:
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| Literatur / Bücher zu den Themen BImSchV, Kachelöfen und Kamine und Heizungstechnik |
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| interaktive Online-EnergieSparRatgeber (Energieverbrauch, Heizkostenvergleich, PumpenCheck, Modernisierungsratgeber) |
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